Wann eine Branchenanalyse das Briefing rettet — und wann nicht

12.11.2025 · Mira Ellsworth

Viele Aufträge beginnen mit dem Satz: „Wir brauchen mal schnell den Markt.“ Dahinter stecken sehr unterschiedliche Entscheidungsfragen. Eine volle Branchenanalyse lohnt, wenn Kategoriegrenzen unklar sind, wenn interne Annahmen seit Jahren unwidersprochen laufen oder wenn ein Einstieg in eine benachbarte Kategorie bevorsteht.

Ein Marktbriefing reicht, wenn die Kategorie bekannt ist und nur eine Teilfrage — etwa die aktuelle Positionierung zweier Wettbewerber in Fachmedien — geklärt werden soll. Dann spart die kürzere Form Zeit und hält den Fokus.

Was selten hilft: eine Analyse zu beauftragen, nachdem Kreativ und Media bereits gebucht sind. Dann dient Research nur noch der nachträglichen Legitimation. Besser ist, die Entscheidungsfrage vor dem Budgetfreigabe-Termin zu stellen.

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